Reparaturanleitungen Flipperautomaten Gottlieb System 1 Netzteilplatine
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Netzteilplatine (A2)

SPANNUNGSVERSORGUNGSPLATINE (A2)



 


 

Die Eingangsspannungen kommen aus zwei Transformatoren, die sich auf einer Platte im Unterteil befinden. Die Spannungen betragen 69, 11, 5 und 14 Volt.

An den Ausgängen stehen Spannungen von + 5, - 12, +8, +4, +60 und + 42 Volt an.
Die Spannungsversorgungsplatine besteht aus zwei Sektionen, von denen die der 60 und 42 Volt-Erzeugung zuerst besprochen werden soll.

Die Wechselspannung von 69 Volt gelangt an den Zweiweggleichrichter bestehend aus CR 6 bis CR 9 (4 x 1N1004 - l A. 100 Volt). Der Konden­sator C 6 (200 uF, 150 Volt =) hat eine Ladefunktion und liefert eine ge­glättete Gleichspannung von ca. 70 Volt (Welligkeit ca. l, 5 Vss) an den Leistungstransistor Q 2. Die Spannung an der Basis des Transistors Q 2 wird eingestellt mit Hilfe des Transistors Q 4 (MPSA 43) und der Zener-diode CR 11 (IN 4742 A - 12 V) und ist am Potentiometer R 16 (500 Ohm, 2 Watt) in Grenzen (55 - 75 Volt) einstellbar. Dieses Potentiometer be­findet sich auf der Platine A2 oben rechts.

Eine Strombegrenzung wird erreicht durch den Widerstand R 13 (33) und den Transistor Q 3 (2N 3416).

Die Zenerdiode CR 12 (1N4746 A - 18 Volt), angeschlossen an die Versorgungsspannung (60 Volt) der Ziffernanzeigesysteme, erzeugt die Versorgungsspannung für die Kredit-Ziffernanzeige (42 Volt).
Die zweite Sektion besteht aus dem Spannungsregulator IC l (/iA 723 GL im TO-5-Gehäuse, + 5 Volt) und dem Spannungsregulator LIC l (79 M 12 C im TO-66P-Gehäuse) für die - 12 Volt. Die Spannungen + 4 Volt und + 8 Volt werden ebenfalls in diesem Teil erzeugt.

Die Wechselspannung von 14 Volt wird durch die Dioden CR 3 und CR 4 (IN 4002) gleichgerichtet und gelangt an den Anschluß 3 von LIC l, dessen Ausgang 2 -12 Volt abgibt. Ein Überspannungsschutz wird erreicht durch die Zenerdiode CR 201 (1N4743A - 13 Volt) und den Thyristor SCR 201 (SO 306 SL3).

Die 11,5-Volt-Wechselspannung wird durch CRl und CR 2 gleichgerichtet und an 7 und 8 von IC l geführt. Der Ausgang 6 liegt an der Basis des Darlington-Transistors Q l (PMD 12K40, TO-3-Gehäuse, montiert auf der Unterseite des Chassis). Die Spannung von + 5 Volt liefert der Emitter von Q l über den Strombegrenzungswiderstand RIA (0,18 Ohm, 2 Watt).

Die Ausgangsspannung ist einstellbar am Potentiometer R 4 (l KOhm, 2 Watt, Einstellbereich 4, 4 - 6, 2 Volt).

Der Überspannungsschutz erfolgt durch die Zenerdiode CR 101 (IN 4734 5, 6 Volt) und den Thyristor SCR (SO 303 SL3).

Die Gleichspannung an den Kathoden der Dioden CR l und CR 2 gelangt außerdem an den Widerstand CR 21 (680 Ohm, 0, 5 Watt) und die Zenerdiode CR 21 (1N4738A - 8, 2 Volt), die eine Ausgangsspannung von + 8 Volt sicherstellt. Die Dioden CR 22 und CR 23 (1N914) bewirken durch ihre Schwellspannungen einen Abfall von 5 Volt auf die erforderliche Ausgangsspannung 4 Volt.



 

FEHLERSUCHE UND REPARATUR

Allgemein

Eine allgemeine Anleitung zur Fehlereinkreisung befindet sich in jedem Bedienungshandbuch. Diese Anleitung soll Ihnen zusätzlich dazu genauere Informationen wie Oszillogramme von Signalen und Spannungsangaben liefernd Wenn nicht anders erwähnt, beziehen sich alle Erklärungen hier auf folgenden Betriebszustand: Gerät eingeschaltet, aber kein Kontakt betätigt.

Diese Anleitung kann und soll keine vollständige Elektronik-Schule darstellen.
Es werden elektronische und messtechnische Kenntnisse vorausgesetzt.

Nicht beschrieben wird hier die Definition des Programms oder die Feststellung bestimmter Adresskonditionen oder Paten.

Als Messgeräte sollten ein Vielfachmessgerät (vorzugsweise ein Digital-Voltmeter) und ein Zweistrahl-Oszilloskop (z. B. Tektronix Modell 465 oder 464) vorhanden sein, welches in der Lage ist, die rise/fall-Impulse mit einer Laufzeit von 1 Mikrosekunde sichtbar zu machen.

Viele der Signalformen, die in dieser Anleitung gezeigt werden, können nur mit Hilfe eines Speicheroszilloskops sichtbar gemacht werden. Die Fehlersuche ohne Zuhilfenahme eines solchen Gerätes kann nicht als vollständig angesehen werden; da aber die meisten Fehler in Bereichen auftreten, in denen einfache Signale vorherrschen, wird in der Regel ein Zweistrahl-Oszilloskop ausreichen.



Spannungsversorgung - A2



Eingänge J1-4, J1-5, J1-1, J1-2, J1-6
gemessen gegen J1-3, J1-3, J1-3, J1-3, J1-7

Die Fehlersuche hier beginnt damit, dass man feststellt, welche Spannungen nicht den angegebenen Werten entsprechen. Dann wird in dem entsprechenden Bereich der Fehler ermittelt. Die folgende Tabelle gibt die korrekten Werte an:

Eingangsspannung
14 V, 14 V, 11,5V, 11,5V, 69 V

Ausgangsspannung
J2-1 und J2-2/J2-4 und J2-5
+ 5 V

J2-6/J2-4 und J2-5
- 12 V

J3-1/J3-5
+ 60 V

J3-3/J3-5
+ 42 V

J3-7/J2-4 und J2-5
+ 4 V

J3-8/J2-4 und J2-5
+ 8 V

Die Ausgangsspannung von + 5 V ist einstellbar an R4. Das gleiche gilt für 60 V - einstellbar an R16. Alle anderen Werte sind Festwerte.

Die Beschreibung in Abschnitt 2 erklärt die einzelnen Funktionen der Spannungsversorgung. Beachten Sie bitte, dass sich die im Schaltplan angegebenen Spannungswerte auf Lastwerte bei eingeschaltetem Gerät beziehen (kein Kontakt betätigt).

Achtung:
1) Die beiden Stromkreise auf der Spannungsversorgungsplatine haben kein gemeinsames Massepotential. Diese Verbindung erfolgt erst durch die Verdrahtung im Kabelbaum.

2) Bei der Suche nach Fehlern auf dieser Platine ist darauf zu achten, dass die isoliert montierten Transistoren wie Ql, Q2 und LIC1 nicht Schluss gegen Masse haben.