Reparaturanleitungen Flipperautomaten Gottlieb System 1 Anzeigeplatine Display
Bundesweiter Reparatur Service Flipper-Automaten




ANZEIGEFEHLER

Bitte vermuten Sie niemals die kompliziertesten Fehler zuerst! Die Praxis hat gezeigt, dass diese sehr selten vorkommen. Im Falle eines Fehlers gehen Sie gedanklich bitte immer von außen nach innen, d.h. Fehlerbild beobachten, Leitungen und Stecker kontrollieren, Sicherungen nachsehen, Spannungen messen (sehr wichtig) und dann erst sollten die Platinen überprüft, bzw. getauscht werden. Die nachfolgende Fehlersuchtabelle wird Ihnen bei der Behebung von Fehlern behilflich sein.



Fehlersymtom: Alle Ziffern-Anzeigen sind dunkel:
 

a) 60 Volt Wechselspannung fehlen am Eingang in die Spannungs-Versorgungsplatine A2.

b) + 60 Volt von der Spannungs-Versorgungsplatine A2 fehlen.

c) + 5 Volt von A2 fehlen.

d) Die Heizspannungen 3 oder 5 Volt Wechselspannung fehlen.

e) Kurzschluss auf einer der Anzeige-Einheiten


Bei der Fehlereinkreisung ist darauf zu achten, ob ein oder mehrere Ziffern oder Segmente ein Fehlerbild zeigen.


Ist eine Ziffer oder nur ein Segment defekt, so kann im Falle der A4-Platinen ein Ringtausch vorgenommen werden, um ein Vergleichsbild zu erhalten. Zeigt die betreffende Platine auch an anderer Position den gleichen Fehler, dann stellen Sie mit Hilfe untenstehender Tabelle fest, welches IC defekt ist:

Fehler 6 Digit 4 Digit
Segment Z 1 Z 2
Ziffer Z 2 Z 3

 


Die Platine A5 selbst ist nur dann defekt, wenn alle anderen A4-Anzeigen keinen Fehler zeigen, (siehe Tabelle oben)

Hier gibt es Displays für Gottlieb System 1

Die GOTTLIEB-Flipper verfügen über zwei verschiedene Displays, die sich allerdings nur in der Ziffernhöhe wesentlich unterscheiden. Die Ziffernanzeigen (Displays) der vier Spieler bestehen aus 6-zifferigen Einheiten mit einer Ziffernhöhe von 25, 4 mm,


während die Anzeige für die Kugel im Spiel, den Kredit und den Teststand über 4-15 mm Ziffern verfügt.



Es handelt sich dabei um Anzeigesysteme, die auf der Basis von Elektronenröhren arbeiten und mit Kathoden, Gittern und Anoden ausgestattet sind.



Wenn die Kathoden geheizt werden, senden sie Elektronen aus. Liegt eine positive Spannung an der Anode an und ist das Gitter nicht gesperrt, so gelangen die Elektronen durch das Gitter hindurch an die Anoden-Segmente, die aus einer fluoreszierenden Substanz bestehen und damit Licht emittieren. Ist das Potential an Anode und Gitter null bzw. negativ, dann können die Elektronen die Anode nicht erreichen und das betreffende Anoden-Segment bleibt dunkel.

Diese Anzeigesysteme bieten folgende Vorteile:
1. Ungewöhnliche Leuchtkraft
2. Angenehmer Farbton
3. Schönere Ziffernformen
4. Niedrige Anodenspannung
5. Die Elektroden befinden sich im evakuierten Glaskörper, daher große Funktionssicherheit
6. Lebensdauer etwa 100. 000 Stunden
7. Schnelle Schaltfrequenz
Die nachfolgende Beschreibung gilt für beide Displays:

 


Fehlersymtom: Alle Anzeigen oder die Statusanzeige bleibt dunkel

Die Eingangsspannungen kommen aus zwei Transformatoren, die sich auf einer Platte im Unterteil befinden. Die Spannungen betragen 69, 11, 5 und 14 Volt.

An den Ausgängen der  Spannungsversorgungsplatine A2 stehen Spannungen von + 5, - 12, +8, +4, +60 und + 42 Volt an.
Die besteht aus zwei Sektionen, von denen die der 60 und 42 Volt-Erzeugung zuerst besprochen werden soll.

Die Wechselspannung von 69 Volt gelangt an den Zweiweggleichrichter bestehend aus CR 6 bis CR 9 (4 x 1N1004 - l A. 100 Volt). Der Konden­sator C 6 (200 uF, 150 Volt =) hat eine Ladefunktion und liefert eine ge­glättete Gleichspannung von ca. 70 Volt (Welligkeit ca. l, 5 Vss) an den Leistungstransistor Q 2. Die Spannung an der Basis des Transistors Q 2 wird eingestellt mit Hilfe des Transistors Q 4 (MPSA 43) und der Zener-diode CR 11 (IN 4742 A - 12 V) und ist am Potentiometer R 16 (500 Ohm, 2 Watt) in Grenzen (55 - 75 Volt) einstellbar. Dieses Potentiometer be­findet sich auf der Platine A2 oben rechts.

Eine Strombegrenzung wird erreicht durch den Widerstand R 13 (33) und den Transistor Q 3 (2N 3416).

Die Zenerdiode CR 12 (1N4746 A - 18 Volt), angeschlossen an die Versorgungsspannung (60 Volt) der Ziffernanzeigesysteme, erzeugt die Versorgungsspannung für die Kredit-Ziffernanzeige (42 Volt).

Die direkt geheizte Kathode wird mit Wechselspannung betrieben, wodurch man eine gleichmäßige Leuchtkraft erreicht. Um den Elektronenstrom von der Kathode zur Anode unterbrechen zu können, muss das Gitterpotential gegenüber der Kathode negativer gehalten werden. Da die Wechselspannung am Kathoden-Heizfaden mit jeder Halbwelle in den negativen Bereich geht, würde es nicht genügen, das Gitter einfach gegen 0 zu legen. Es ist daher erforderlich, das Kathodenpotential soweit gegenüber dem Gitter positiv vorzuspannen, dass man auch während der negativen Halbwelle die Kathode noch positiver hält als das Gitter. Nur so wird der Elektronenstrom wirklich unterbrochen und die Anzeige dunkel.
Die dafür erforderliche Spannung nennt man Offsetspannung. Sie beträgt bei der 25-mm-Anzeige 8 Volt, bei 60 Volt Anodenspannung, und 4 Volt und 42 Volt Anodenspannung beim kleineren System, Die Heizspannungen betragen 5 bzw. 3 Volt.
Die Anoden, die als Ziffernsegmente ausgebildet sind, liegen segment- und ziffernweise parallel und werden ebenso wie die Gitter, die jeweils eine ganze Ziffer abdecken, im Multiplex-Verfahren ausgetastet. Dadurch und auf Grund des geringen Leistungsbedarfs der Systeme sind pro Anzeige-Einheit nur je 2 Display - Interface - Treiber - ICs (UDN 18A) erforderlich.
25-mm-Anzeige (6 Ziffern) A4: (siehe Schaltplan) .

Jede der 6 Ziffern hat 8 Segmente (Anoden) von a bis h, wobei h die Ziffer l darstellt und aus optischen Gründen weiter zur Mitte hin angeordnet ist. Die Segment-Informationen kommen von der Steuerplatine A1 über die Steckverbindung J1 - 7 bis 14 und gelangen an den Interface-Treiber, Z1 (UDN611SA). Jedes H-Signal (ca. 4 Volt) am Eingang löst ein Signal von etwa 60 Volt am Ausgang aus. Gleichzeitig kommen die Steuerimpulse für die Gitter von der Steuerplatine über die Steckverbindungskontakte J1 - 1 bis 6 an den Interface-Treiber Z2, der dem Z1 völlig gleicht.

Die 6 Gitterleitungen erhalten von der Steuerplatine getaktete Signale übereinstimmend mit den Informationswerten, die an Z1 gelangen, so dass alle Ziffern in der erforderlichen Form erscheinen.
Der 10-KOhm-Widerstand auf der Platine hat die Aufgabe, den Raumladeeffekt am Gitter zu vermeiden, der zu einer Leuchtkraftschwächung führen würde.

15-mm-Anzeige (4 Ziffern) A5:
Dieses System hat die gleiche Funktion mit der Ausnahme, dass die 1 nicht separat angezeigt wird.
 



Dynamische Signale


Die folgenden Überprüfungen sind in zwei Gruppen aufgegliedert. Jede Gruppe kann für sieh geprüft und mit Hilfe des Oszilloskops sichtbar gemacht werden, In diesem Funktionsstadium befindet sich das Gerät in eingeschaltetem Zustand, aber in Ruhestellung. Es ist möglich, die meisten logischen Funktionen sichtbar zu machen. Bitte beachten Sie, dass es eich hierbei um typische Oszillogramme handelt und Abweichungen davon möglich sind. Besonders zu beachten sind die rise/fall-Zeiten und die Signalfolgen unter Berücksichtigung des Grundsignals


Display-Signale

Nach dem Einschaltvorgang befindet sich die Platine in der "Game over"- Schleife. In dieser Zeit wechselt die Anzeige zwischen dem Tagesrekord (wenn S21 eilgeschaltet ist) und der von den Spielern zuletzt erreichten Punkte zahl, die nach dem Wiedereinschalten null sein wird. Die Decoder Z16 und Z17 zeigen Signale an den Segmentausgängen (a bis f) wie

 

 dargestellt. Das Segment g liegt am Ausgang des Decoders auf logisch 0. ( Position und Anschlüsse von Z16 und Z17 finden Sie in der folgenden Abb.

 

,ebenso die Ausgänge der Ziffern-Strobes von Z18 bis Z21. Diese Signale laufen ununterbrochen nach der 5 sec. -Einschaltphase.

Achtung: Es handelt sich hierbei um charakteristische Kurven. Die Anzahl der Impulse ist natürlich abhängig von der Art der digitalen Information. Wenn alle Zählwerke auf null stehen und der Schalter 21 ist ausgeschaltet, dann wird das Segment "g" nicht gezeigt.
Das DBS-Signal an Z14, Anschluß 10 ist das Data-Bank-Steuersignal, siehe Abb..